Homeschooling wagen
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Homeschooling wagen - Akademie für häusliches Lernen
eine Initiative für eine unbeschwerte Kindheit ab dem Schuljahr 20/21 von Svenja Herget
s.a. die Homepage www.homeschooling-wagen.org
denn: Zum Lernen braucht´s die Schule nicht
@svenja_he
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Cathrins drei Söhne haben in den letzten Jahren in Kanada zuhause gelernt. Vor einem Jahr hat der älteste Sohn seinen High School-Abschluss gemacht.

Cathrin schreibt zu meinem Buch (die Kurzfassung findet ihr als Bewertung im BoD-Buchshop unter der gebundenen Ausgabe):

Ich habe Svenja Hergets Buch mit großer Faszination und Begeisterung gelesen. Ich muss ein wenig ausholen, um mein Erstaunen zu erklären. Bitte sehen Sie es mir nach!

Dieses Buch hat mir beim Lesen wieder klar vor Augen geführt, was nach meiner Wahrnehmung unter anderem ein großes Problem im deutschen Bildungssystem darstellt: das Menschenbild als solches bzw. wie wir Kinder wahrnehmen und glauben, wie sie lernen.

Kinder scheinen bisher häufig als leere Gefäße verstanden zu werden, die in der Schule im 45 Minutentakt befüllt werden müssen. Kinder erhalten vorgefertigte Häppchen häufig ohne weitreichenden Kontext, mit denen sie gefüttert werden. Beizeiten ergießen Sie diesen Inhalt aufs Prüfungspapier und schon ist auch das Meiste wieder vergessen. Diese Prozedur zieht sich Jahre dahin und unsere Gesellschaft nennt dies dann Bildung. So gestaltete sich die Schullaufbahn unserer drei Kinder in Deutschland bis ins Jahr 2020.

Von da an haben wir gute zweieinhalb Jahre unsere Kinder außerhalb der Schule unterrichtet. Zuerst pandemiebedingt in Deutschland und übergangslos nach einem Umzug  in Kanda. Plötzlich war offensichtlich: “Alles ist da in den Kindern”. Jeder bringt seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Interessen und Talente mit, die zuerst gesehen und dann gestärkt und gefördert werden sollten. Es war ganz erstaunlich, was alles aus den Kindern zum Vorschein kommt, wenn man ihnen die Freiheit gibt, sich auch tatsächlich zu entwickeln.

Und nun lese ich dieses großartige Buch von Frau Herget und stelle fest, dass schon so kluge Köpfe wie Goethe, Schiller und natürlich auch Steiner teilweise vor Jahrhunderten ähnliche Erkenntnisse hatten. Sie haben beschrieben, daß es darum geht einen “Garten für das Kinderwachstum” herzurichten. Daß Lernbedingungen bzw. Räume geschaffen werden müssen, die die Kinder inspirieren, die ihnen ihre Potentiale entlocken können und wo sie diese dann vertiefen. Bei Bildung geht es auch insbesondere um Persönlichkeitsbildung und Entwicklung. Dies sind nach meiner Erfahrung ganz andere Qualitäten der Bildung als die, die das deutsche Bildungssystem beinhaltet.  

Die Autorin schafft es sehr gut, die Erkenntnisse, Sichtweisen und Empfehlungen der alten Dichter und Denker mit der heutigen Zeit zu verknüpfen. Umfänglich recherchiert bekommen wir Einblicke in historisches Wissen, was an Aktualität in keinster Weise verloren hat. Frau Herget selbst verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz als Pädagogin, und so versteht sie es eine Richtschnur für die Zukunft zu zeichnen.
Es wird deutlich, welches gesellschaftliche Potential in einer veränderten Bildung liegt. Der Bereich des häuslichen Lernens kann nicht zuletzt mit Ratschlägen der alten Meister einen konstruktiven Beitrag zu einer vielfältigen Bildungslandschaft beitragen, die ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft sein kann.


Die Taschenbuch-Ausgabe des Buches könnt ihr hier - in Deutschland sogar ohne Versandkosten - bestellen.

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Planbarkeit

🔸Planbarkeit ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis. Im Familienleben bedeutet es, einen regelmäßigen Tages- und Wochenrhythmus für die Familie zu etablieren, innerhalb dessen sich jeder sicher und wohl fühlt. Das Kind weiß, dass dies oder jenes um soundsoviel Uhr stattfindet, die Mama um soundsoviel Uhr kommt usw.. Neben den Vorgaben von Arbeitsstelle und Schule, Kindergarten, Lerngruppe, ... gibt es regelmäßige Schlafens- und Essenszeiten, Freizeitaktivitäten und klare Pflichten für jedes Familienmitglied.

Erst dieser Rahmen gibt uns Sicherheit und verschafft uns Autonomie. Innerhalb dieses Rahmens kann sich jeder frei betätigen und entwickeln. Wir können uns auf etwas konzentrieren und fokussieren. Und wir können kreativ werden. Wir müssen nicht ständig die Wände bauen und kontrollieren, die uns umgeben und die unserem Leben Sicherheit und unserem Tag Struktur geben.

Jede Familie etabliert auf die eine oder andere Weise eine derartige Struktur. Wir Eltern richten unsere Arbeitszeit nach den Betreuungszeiten unserer Kinder und umgekehrt. Häufig gibt es ein gemeinsames Essen, wenn alle Familienmitglieder nach Hause kommen. So wird die Gemeinschaft gelebt und gefeiert.

Doch in letzter Zeit wird unsere Planbarkeit immer mehr gestört:

🔹Annes Tagesplan bricht jedes Mal zusammen, wenn wieder einmal die Öffentlichen Verkehrsmittel ausfallen und sie ihre Kinder auf andere Weise zur Schule und zum Sportverein bringen muss.

🔹Simone erhält aus der Schule täglich pro Kind durchschnittlich zwei Mails, die sie beachten muss. Dabei wird nicht unterschieden, ob eine Nachricht wichtig ist oder nicht. Das weiß sie in der Regel erst nach dem Lesen. Sie muss das Smartphone ständig mit sich führen, um sofort reagieren zu können, beispielsweise wenn der Unterricht ausfällt und sie ihr Kind von der Schule abholen muss.

🔹Janina leidet darunter, dass sie erst abends nach 19 oder 20 Uhr die Nachricht aus der Schule bekommt, dass der Unterricht am darauffolgenden Tag ausfällt. Während das Kind schon schläft, muss sie nun den darauffolgenden Tag umplanen und ihr Kind muss sich am nächsten Morgen völlig umstellen.

🔹Bei Tanjas Sohn fiel in einer Woche wegen Krankheit einer Lehrerin an vier Tagen der Unterricht aus!

🔹Silke hat nachgerechnet, dass bei ihrer Tochter insgesamt ungefähr 1/4 des Unterrichts ausfällt.

Die Schule trägt auf diese Weise zu Instabilität und Haltlosigkeit von Kindern sowie Erwachsenen bei. Wir müssen uns ständig den Umständen neu anpassen und können uns auf nichts mehr verlassen! Gleichzeitig verlangt die Gesellschaft, dass auch Mütter einer Arbeit nachgehen und lässt ihnen für die Unwägbarkeiten der Schule keinen Spielraum.
Es ist eine große und anerkennenswerte Leistung der Familien, ihren Kindern in dieser Zeit Stabilität zu geben!

Auch die Lehrer leiden unter mangelnder Planbarkeit.


Dominik erzählt, dass er oft erst morgens in der Schule erfährt, in welchen Klassen er unterrichtet. Damit bei den Schülern Rand- statt Zwischenstunden ausfallen, werden Unterrichtsstunden umgelegt. Die Vertretungsstunden kann er nun nicht mehr vorbereiten und seine vorbereiteten Stunden bleiben ungenutzt.

Heike erzählt, dass sie auch während des Unterrichts das Smartphone im Auge behalten muss, weil Vertretungen der Pausenaufsicht und Änderungen im Stundenplan oft erst im Laufe des Schulvormittags bekannt gegeben werden.

Alles ist beliebig und kann jederzeit von außen umgeworfen werden. Wie sollen sich Eltern da auf ihre Arbeit und Kinder und Jugendliche auf das Lernen konzentrieren?


Evelyn lebt in Pennsylvania. Als die Corona-Maßnahmen in der Schule begannen, hat sie ihre Kinder aus der Schule genommen und mit Gleichgesinnten eine Lerngruppe gegründet.

👉Wir fordern, dass auch in Deutschland häusliche Bildung zugelassen wird für Familien, die das leisten können und wollen!

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Was der gesunde Menschenverstand uns sagt, wird jetzt durch eine Mediensuchtforscherin bestätigt: Vorsicht vor Lernapps!

- ein Artikel der Frankfurter Rundschau vom 25.2.26

„Die Verwendung von sogenannten ‚Lernapps‘ wie Anton oder Antolin in der ersten Klasse ist aus meiner Sicht als problematisch zu bewerten“, sagt die Medienpädagogin und Mediensuchtforscherin Paula Bleckmann der Frankfurter Rundschau.
Das habe vier Gründe: Erstens erfolge am Bildschirm kein Lernen mit allen Sinnen, zweitens werde die intrinsische Motivation durch die Belohnungsmechanismen oft geschädigt, drittens führten Apps eher zu Konkurrenz- und Optimierungsdenken statt Gemeinschaftsgefühl und viertens – stimmt sie Kneschk zu – „droht ein weiteres Aufklaffen der Bildungsschere“ durch solche Apps.

„Hausaufgaben mit Lernapps verstärken den Druck auf Familien, ihren Kindern schon allzu früh eigene Bildschirmgeräte zur Verfügung zu stellen“, sagt die Pädagogin. Eine steigende Tablet-Nutzung widerspreche einer Leitlinie zur dysregulierten Bildschirmmediennutzung von Kindern. Dort seien im Grundschulalter keine eigenen Bildschirmgeräte empfohlen, erst recht keine mit Internetzugang, weil dann im Schnitt sowohl die Nutzungsdauer als auch die Konfrontation mit nicht entwicklungsgemäßen Inhalten deutlich höher ausfalle.
„Grundschulen sollten gegensteuern und Kindern analoge, digitalfreie Lernräume bieten“

An Schulen in Madrid ist bereits seit 2024 die Bildschirmzeit im Unterricht für Grundschüler und -schülerinnen auf 90 Minuten pro Woche begrenzt. Das halte ich zwar für zu viel, aber die Idee der Begrenzung ist gut.“


Kürzlich erzählte mir eine inzwischen pensionierte Waldorflehrerin, dass Rechenschwächen/Dyskalkulie in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen habe. Der Anteil der Kinder mit dieser Diagnose übersteige inzwischen den Anteil der Schüler mit diagnostizierter Legasthenie.
Dabei hatten wir beide während unseres Studiums in den 80er-Jahren noch nichts von Dyskalkulie gehört!

Vielfältige Bewegung sowie leibhaftige Körper- und Welterfahrung sind im Kindes- und Jugendalter für die gesamte Entwicklung des Kindes unablässig.
Man kann sich selbst und die Welt nicht durch eine Scheibe wahrnehmen.

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Forwarded from Homeschooling wagen
Vortrag in Cottbus

Am 13. März halte ich in Cottbus einen Vortrag über das zweite Jahrsiebt und was für das Lernen in dieser Zeit wichtig ist.

Das zweite Jahrsiebt, die Zeit zwischen 7 und 14 Jahren, ist für das Lernen eine sehr wichtige Zeit. Viele Grundlagen können in dieser Zeit gelegt werden, die einem Menschen sein Leben lang nützlich sein können: neben dem, was in Schulen gelehrt wird, kann dazu ein Musikinstrument gehören, eine Sportart, das Nähen oder Stricken, Skifahren, Schlittschuh laufen und anderes.

An diesem Abend spreche ich darüber, wie Lernen im Alltag gelingt und wie Kinder mit Freude und Leichtigkeit lernen.
Natürlich sind Goethe und Schiller sowie waldorfpädagogische Elemente wie immer mit dabei.

Herzliche Einladung!

Svenja Herget, Homeschooling wagen
🔹In der Sprache liegt die Kraft🔹

In ihrem Buch In der Sprache liegt die Kraft weist Mechthild von Scheurl-Defersdorf darauf hin, wie wir mit klarer Sprache zu guter Kommunikation beitragen und zahlreichen Missverständnissen vorbeugen können.

Einige Beispiele:

☀️Wenn wir jemandem etwas Wichtiges mitteilen wollen, ist es hilfreich, wenn wir ihn zuerst mit seinem Namen ansprechen: "Philipp!?"
Dann hören wir oft ein "Ja?" Schon haben wir die Aufmerksamkeit des anderen. Wenn wir beispielsweise nur rufen: "Das Essen ist fertig!" oder "Bitte räum noch deine Bausteine auf!", oder "Ich geh mal eben eine halbe Stunde spazieren", dann kann es sein, dass der andere unsere Nachricht gar nicht wahrnimmt.
Und dann geschieht es vielleicht, dass wir sagen: "Ich habe es dir doch gesagt!" und der andere antwortet: "Nein, du hast nichts gesagt."

☀️Manche Menschen sagen oder schreiben oft "Komme gleich", "Bin mal kurz weg" und ähnliche Sätze, bei denen sie sich selbst ("Ich") weglassen. Doch dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn auch die anderen uns nicht wichtig nehmen. Jeder ist wichtig! Auch ich.

☀️Ähnlich ist es, wenn wir oft Passivsätze verwenden, anstatt die handelnde Person zu benennen: "Heute wird die Wohnung geputzt" (anstatt: Heute putzen wir die Wohnung), "Bei uns wird um 13 Uhr gegessen" (anstatt: Wir essen um 13 Uhr), "Heute wird bei uns das Treppenhaus geputzt" (anstatt: Heute putzt unsere Putzfrau das Treppenhaus), "Am Samstag wird der Rasen gemäht" (anstatt: Am Samstag mäht der freundliche Gärtner - oder Herr Soundso - wieder den Rasen). Indem wir den handelnden Menschen benennen, drücken wir ihm gegenüber unsere Wertschätzung für seine Arbeit aus.

☀️Verwendet ihr auch manchmal Ausdrücke wie "Bombenwetter", "Mordsgaudi", "Das Zimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld", "Er hat einen Trümmerhaufen hinterlassen", "Wir kriegen das hin", "Er ist gerade außer Gefecht", "Ich werde mich durchkämpfen", "Ich habe ein Attentat auf dich vor" und ähnliche?
Was drückt es von uns aus und was macht es mit uns und unserer Umgebung, wenn wir so sprechen und soviele Ausdrücke aus dem Wortfeld "Krieg" und "Kampf" im alltäglichen Wortschatz verwenden?

☀️Oft hört man das Wort "müssen": "Ich muss um 12 Uhr zur Arbeit gehen" (anstatt: Ich gehe um 12 Uhr zur Arbeit), "Wir müssen jetzt los" (anstatt: Wir gehen jetzt los), "Du musst noch dein Pausenbrot einstecken" (anstatt: Steck noch dein Pausenbrot ein!) - wieviel Druck und Enge schafft das Wort "müssen" im Alltag und wieviel Entspannung tritt ein, wenn wie es einfach weglassen!

Manchmal wundern wir uns, wenn wir Schwierigkeiten in der Kommunikation haben und es ist uns gar nicht bewusst, wie wir mit unserer Sprache dazu beitragen.

Svenja Herget, Homeschooling wagen
55 - 60 Prozent aller Ärzte waren NSDAP- Mitglieder:

“Allerdings zeigt sich rückblickend, dass der Widerstand gering war.

In allen renommierten Institutionen, etwa dem Robert-Koch-Institut oder der Charité in Berlin, arbeiteten überzeugte Nationalsozialisten im weißen Kittel. Sie hatten keine moralischen Bedenken, beispielsweise KZ-Häftlinge als Testpersonen für Impfstoffe zu missbrauchen und ihren Tod für die Forschung in Kauf zu nehmen.”

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lancet-bericht-medizin-holocaust-100.html

t.me/Rosenbusch
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Fritz ist 90 und steht jeden Morgen um halb fünf in der Backstube. 👨‍🍳🍞

Seit 76 Jahren backt er im sachsen-anhaltinischen Taucha Brot. Kein Fertigzeug und keine Kompromisse, sondern echter Natursauerteig, handgeknetet in einer Maschine von 1928. 🥖

Was für andere nach Arbeit klingt, ist für Fritz pure Freude und Lebensaufgabe.

Sein Brot ist Seelennahrung und wer einmal bei ihm war, weiß: Er meint das genauso. 💛

Quelle

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"Winter ade" - der Winter verabschiedet sich mit schnellen Schritten und es wird wärmer. Seit gestern blühen bei uns schon die Krokusse.🌱☀️🌷

Einfache Volkslieder wie dieses können wir mit unseren Kindern schon im ersten Lebensjahrsiebt singen. Das kostbare Liedgut wird ihnen bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Wie oft habe ich sie mit alten Menschen in Altenheimen gesungen und erlebt, mit welcher Freude diese mitgesungen haben!
Jedes Jahr Ende Februar wird unseren Kindern neu in den Sinn kommen "Winter ade"! 🎶

So sind wir eingebettet in den Jahresrhythmus, der uns die Gewissheit gibt: Nach jedem Winter kommt ein neuer Frühling. 🌱☀️🌷

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Die künstliche Intelligenz perfektioniert sich - und wird in Kürze Millionen von Jobs überflüssig machen

Ein Artikel vom Fassadenkratzer, in dem eine Erfahrung beschreibt und bestätigt wird, die auch mein Mann gestern mit großer Verblüffung gemacht hatte. Während im folgenden Artikel allerdings noch von "vier Stunden" gesprochen wird, berichtete mein Mann von komplexen Aufträgen, die in wenigen Minuten erledigt worden seien. (Artikel vom 27.2.26)

„Ich nutzte die KI immer häufiger und musste immer seltener nachbessern, während ich zusah, wie sie Dinge erledigte, von denen ich früher dachte, dass sie mein Fachwissen erfordern würden.“
(...)
„Ich werde für die eigentliche technische Arbeit meines Jobs nicht mehr gebraucht. Ich beschreibe in einfachen Worten, was ich gebaut haben möchte, und schon erscheint es. Nicht als grober Entwurf, den ich noch überarbeiten muss, sondern als fertiges Produkt. Ich sage der KI, was ich will, gehe für vier Stunden von meinem Computer weg und komme zurück, um die fertige Arbeit vorzufinden. Gut gemacht, besser, als ich es selbst gemacht hätte, ohne dass Korrekturen nötig wären. Vor ein paar Monaten habe ich noch hin und her mit der KI kommuniziert, sie angeleitet und Änderungen vorgenommen. Jetzt beschreibe ich nur noch das Ergebnis und gehe.

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben, damit Sie verstehen, wie das in der Praxis aussieht. Ich sage der KI: ´Ich möchte diese App entwickeln. Das soll sie leisten, und so soll sie ungefähr aussehen. Ermitteln Sie den Benutzerfluss, das Design, einfach alles.` Und das tut sie auch. Sie schreibt Zehntausende Zeilen Code. Dann, und das ist der Teil, der vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre, öffnet sie die App selbst. Sie klickt sich durch die Schaltflächen. Sie testet die Funktionen. Sie nutzt die App so, wie es ein Mensch tun würde. Wenn ihr etwas nicht gefällt, wie es aussieht oder sich anfühlt, geht sie zurück und ändert es selbstständig. Sie wiederholt den Vorgang, wie es ein Entwickler tun würde, und korrigiert und verfeinert, bis sie zufrieden ist. Erst wenn es entschieden hat, dass die App seinen eigenen Standards entspricht, kommt es zu mir zurück und sagt: ´Sie ist bereit für Ihren Test.` Und wenn ich sie teste, ist sie in der Regel perfekt. (...)"


Während ich selbst also noch vor einigen Monaten in diesem Kanal von den Halluzinationen der KI berichtet habe, gibt es hier augenscheinlich eine enorme und sprunghafte Entwicklung.

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Nebenbei lernen

Gestern habe ich mittags einen Freund von unserem Enkel aus dem Kindergarten mitgenommen.
(Da sagte gleich der zweite gute Freund unseres Enkels: "Ich möchte auch mal mit Matheos Oma mitgehen" ...)

Auf dem Heimweg fragt der andere Junge erst mal die Statussymbole ab: "Hast du auch schon ein Tablet?" (wohlgemerkt: Beide sind gerade 6 geworden), "Habt ihr ein Auto?" usw.
Dieser entsetzliche Materialismus!

Schon nach kurzer Zeit weiß ich, warum unser Enkel so oft falsche Perfektformen gebraucht (geesst statt gegessen, gewerft statt geworfen u.Ä.): Der andere Junge, dessen Eltern aus Ungarn stammen, sagt fast alle Perfektformen falsch. Und da im Kindergarten viele ausländische Kinder sind, gibt es kaum korrekte sprachliche Vorbilder. So geschieht es, dass heutzutage viele Kinder mit Sprachfehlern in die Schule kommen, vor allem, wenn sie täglich für lange Zeit in einer staatlichen Einrichtung sind.🥲

Die beiden Jungs hatten einen tollen Tag zusammen. In unserem Garten sammelten sie Regenwürmer und Schnecken. Dann trugen sie eine Raupe den ganzen Nachmittag mit sich herum, in der Hoffnung, dass sie sich vor ihren Augen zu einem Schmetterling entpuppen würde.

Später sind wir auch mal auf dem Spielplatz. Nachdem sie lange geklettert sind, soll ich sie auf der großen Liegeschaukel anschubsen. Nach einer Weile erwähnt der andere Junge, dass unser Enkel ja schon pfeifen könne. Da komme ich auf eine Idee: "Ich pfeife euch etwas vor und ihr müsst raten, welches Lied das ist."
So pfeife ich ein Lied nach dem anderen. Unser Enkel erkennt sie alle.

Dann sage ich: "Jetzt erzähle ich euch Geschichten und ihr sagt mir die Lösung. Matheo hat zwei Euro. Von seinem Papa bekommt er noch zwei dazu. Wieviel Euro hat er jetzt?" So machen wir ein paar einfache Plus- und Minus-Geschichten. Manchmal nehmen sie die Finger dazu.

Da kommt ein kleines Kind dazu und wir geben die Liegeschaukel ab. Auf dem Rückweg verstecken die Jungs die Raupe im Gebüsch. Der Opa hat ihnen das geraten, damit sie nicht von einem Vogel gefressen wird.

Zuhause backe ich noch frische Waffeln und dann bringe ich die zwei Jungen mit ihren roten Bäckchen nach Hause. So ein schöner und ereignisreicher Tag!☀️

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Forwarded from Homeschooling wagen
Buchvorstellung in Leipzig

Am Donnerstag, den 19. März findet die im November verschobene Buchvorstellung statt.

In Leipzig ist die deutsche Freilerner-Bewegung stark vertreten.
Auf meiner Suche nach einer Verbindung von Elementen des Homeschoolings und Elementen des Freilernens zu einem gelingenden häuslichen Lernen schienen mir Schillers Briefe "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" eine Antwort anzubieten: Es braucht eine Erziehung, in der der Mensch lernt, sein Leben zu gestalten und Ideal und Wirklichkeit, Theorie und Praxis, Vorstellung und Leben, Denken und Fühlen miteinander zu verbinden.

Ein Kind wird immer erzogen. Was Eltern nicht tun, übernehmen Internet, die Straße oder die Betreuer der Kindertageseinrichtung.
Im Land der Dichter und Denker sind wir würdig für eine Erziehung nach Goethe und Schiller!

Anmeldung bei meike-kuhlmann@gmx.de

Mein neues Buch findet ihr übrigens auch auf der Leipziger Buchmesse am Stand der Selfpublisher, Halle 5, E 502.

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Was hat das Lesen des Büchleins "Spirituelle Grundlagen einer menschengemäßen Hausmütter-Arbeit" mit häuslichem Lernen zu tun?

🔸Zum einen geht es darum, wie die alltäglich anfallenden Arbeiten im Haus bewusst getätigt (und eben nicht einfach "erledigt") werden, es geht darum, welche Stoffe und Materialien im Haus verwendet werden (Beschaffenheit der Kleidung, der Möbel, Art der Lebensmittel, ...) und es geht um die Atmosphäre und die Spiritualität im Haus, die durch die Mutter (wenn diese mehr zuhause ist als der Vater) verbreitet wird.

🔸Und mein Vorlesen der Texte selbst zeigt, wie Homeschooling aussehen kann: Man liest einfach vor - dann kommen eigene Gedanken, die man einfügen kann (wenn wir jetzt live zusammen wären, könnten wir den Text auch immer wieder unterbrechen und über einen Gedanken sprechen). So lernt der oder die Vorlesende einfach mit!
Auch ich habe dieses Büchlein nicht gelesen, weil ich euch etwas vermitteln möchte, sondern weil ich hier selbst etwas erfahren möchte und das gleich mit euch gemeinsam machen wollte.

Häusliches Lernen kann daher zum einen so aussehen, dass wir etwas, das wir selbst schon wissen, erklären (z.B. die Buchstaben zeigen, eine Rechenoperation erklären), und zum anderen, dass wir das, was wir selbst auch nicht wissen oder nicht genau wissen, uns gemeinsam mit einem geeigneten Buch erarbeiten. Für letzteres empfehle ich auf meiner Homepage www.homeschooling-wagen.org Materialien und Bücher , die sich für das häusliche Lernen eignen. Bei diesen braucht man einfach nur den Erklärteil vorzulesen und kann dann die Übungen z.B. erst einmal mündlich gemeinsam bearbeiten. Anschließend oder nach einer Pause kann das Kind bzw. der Jugendliche dann die Übungen selbständig ausfüllen. 😊📖😊

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Mit diesem Frühlingsgedicht von Rainer Maria Rilke wünsche ich euch und euren Familien einen schönen ersten Sonntag im März! 😀🌱☀️

Dieses Gedicht findet ihr wieder in meinem Büchlein "Gedichte für das ganze Jahr".
Habt ihr auch schon einige dieser Gedichte auswendig gelernt?

Eure Svenja Herget
🌷Veranstaltungsmonat März🌷

Dieses Jahr wird für mich ereignisreich. Auch privat, und das schönste von mehreren erfreulichen Ereignissen, wird sein, dass meine jüngste Tochter heiratet.

Ich freue mich, dass meine Forschungen und Erkenntnisse zu Goethe, Schiller und Rudolf Steiner und deren Bedeutung für das häusliche Lernen so großes Interesse finden und ich zahlreiche Vortragsanfragen erhielt und immer noch erhalte.

🔸Vorträge mit Gespräch, jeweils um 19 Uhr:

Inhalt der Vorträge werden die Themen meines neuen Buches sein "Häusliche Bildung für Körper, Geist und Seele, Bd. I: Erziehung nach Goethe, Schiller und der Pädagogik Rudolf Steiners". 📘
Dabei setze ich unterschiedliche Schwerpunkte.

Ich freue mich über die Begegnung mit euch und über die Gespräche über eure Gedanken und eure Erfahrungen dazu.
Häusliche Bildung kann dabei schulbegleitend als auch ohne Schule stattfinden.

Das jeweilige Thema und den genauen Veranstaltungsort findet ihr unter dem hinterlegten Link (ansonsten folgen genauere Informationen noch).
Bei manchen Vorträgen erbitten wir zur besseren Planung eine Anmeldung.
Leitet die entsprechenden Beiträge gern in eure lokalen Kanäle und Chats oder andere soziale Netzwerke weiter und weist gern Freunde darauf hin!

🌷12. März: Vortrag in Berlin
🌱13. März: Vortrag in Cottbus
🍀18. März: Vortrag in Naumburg (Saale)
🌷19. März: Buchvorstellung in Leipzig-Leutzsch
☘️20. März: Vortrag in Dresden
🌿26. März: Vortrag in Hitzacker
🌷27. März: Vortrag in Magdeburg
🍀25. April: Vortrag in Wangen-Karsee
🌱9. Mai: Tagesseminar in Erfurt

🔸Außerdem freue ich mich über das große Interesse an meiner 3-teiligen Online-Fortbildung zur Kleinkindpädagogik "Leben und Lernen mit Kindern im ersten Lebensjahrsiebt" ab 3. März.
Im ersten Jahrsiebt werden viele Grundlagen für das ganze Leben gelegt. Auch findet Lernen im ersten Jahriebt auf andere Weise statt als im zweiten und im dritten Jahrsiebt.

Alle Veranstaltungen findet ihr auch unter: https://homeschooling-wagen.org/veranstaltungen/alle-veranstaltungen/

😊Ich freue mich auf die Begegnungen und das Zusammensein mit euch, sei es online oder in echt!😊

Eure
Svenja Herget,
Homeschooling wagen
Die aktuelle Ausgabe von erWACHSEN&WERDEN - man kann diese Zeitschrift online, aber auch als gedruckte Ausgabe lesen.

Es geht in dieser Ausgabe unter anderem um lebendiges Denken, die Tatsache, dass das Unvollkommene perfekt sein kann, Mathematik als innere Erfahrung, eine Interpretation des Märchens "Fundevogel", Bothmer Gymnastik, Puppen selbst herstellen, das neue online-Portal für Anthroposophie und meinen Beitrag "Häusliche Bildung für den ganzen Menschen".

Näheres und Link zur kostenlosen online-Ausgabe: https://t.me/Waldorfpaedagogen/1075

Während die Zeitschrift für Waldorfpädagogik Erziehungskunst mit Beiträgen wie "Waldorfschulen für Demokratie" andere Sichtweisen ausgrenzt und über "rechtsextreme Kräfte" sowie "völkische Unterwanderungsversuche" an Waldorfschulen klagt und von einem "Thementag Waldorfschulen gegen Rechtsextremismus" berichtet, schreibt die noch junge Zeitschrift für anthroposophische Pädagogik erWACHSEN&WERDEN völlig ideologiefrei.📖😊

Svenja Herget, Homeschooling wagen
"Jasmins lila Kopftuch" - ein von uns Steuerzahlern finanziertes Kinderbuch, in dem es als attraktiv dargestellt wird, dass muslimische Mädchen in der Schule ein Kopftuch tragen.
Und die deutsche Freundin Mia möchte jetzt auch ein Kopftuch haben!

aus: https://t.me/EvaHermanOffiziell/218455

In der Tat hat die Schule einen sehr großen Einfluss auf die Kinder.
Je länger die dortige Betreuung stattfindet (mit Hortbetreuung im Grundschulalter oft von 8 bis 17 Uhr), umso mehr schwindet der Einfluss der Eltern.

Mit derartigen Büchern erhalten dann sowohl Kinder als auch Eltern noch die Propaganda, dass es ganz normal sei, dass ein deutsches Mädchen im Grundschulalter gern ein Kopftuch tragen möchte.

Svenja Herget, Homeschooling wagen
📝Katja schreibt:

"ich möchte gern an deinem Webinar über das erste Jahrsiebt teilnehmen.
Auch wenn ich das Wissen für meinen Sohn nicht mehr unmittelbar anwenden kann, er ist ja schon 12 Jahre, interessieren mich die Themen Waldorfpädagogik und Rudolf Steiner sehr.

Dass du es alltagstauglich und den vielen unterschiedlichen Bedürfnissen und Familienkonstellationen zugewandt aufbereitest, ist ein Geschenk in unserer Zeit, in der es von angeblich alternativlosen Gewissheiten, Zwängen und Pflichten nur so wimmelt.

Danke auch nochmal für dein Buch und deinen Vortrag in Augsburg.
Ich bin beeindruckt von der Tiefe und der Menschenfreundlichkeit, mit der sich schon unsere Vorfahren über Fragen der Bildung und Erziehung so kluge Gedanken machten.
Das Wissen über ihre Ideen und Ansätze darf nicht verloren gehen."


Rudolf Steiner hat sich lange und intensiv mit Goethe beschäftigt und dessen Ansätze aufgegriffen und weiterentwickelt. Dem anthroposophischen Zentrum in Dornach/Schweiz gab Steiner den Namen GOETHEANUM.

Zu Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" sagte Steiner, dass man sie nicht nur lesen sondern auch meditieren solle. So eine große Bedeutung maß er den Vorstellungen zu, die Schiller in den Ästhetischen Briefen dargelegt hat!

Ich freue mich darauf, auf meinen bevorstehenden Vorträgen in unterschiedlichen Städten mit euch darüber ins Gespräch zu kommen.😊

=> zu den kommenden Veranstaltungen s. hier und hier

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Geht es euch auch manchmal so? Man mag gar nicht mehr hören, was in der Welt passiert.

Dieser schreckliche Angriffskrieg auf den Iran. Was wird daraus noch werden?

Hier eine gute Analyse von Michael Lüders:

https://www.youtube.com/watch?v=GhHwTxh96W0

Für viele Deutsche wird es jetzt schwierig: Unsere Regierung hat Trump immer verspottet, aber ausgerechnet jetzt kritisiert sie nicht seine Taten, sondern die Gegenangriffe des Iran.

Beten wir für den Frieden.🕊

Svenja Herget, Homeschooling wagen
Wir sind ausgewandert, damit mein Sohn nicht zur Schule muss

- ein Artikel von Doreen du Bois im focus.de vom 2.3.2026

Doreen du Bois ist mit ihren drei Söhnen nach Dänemark ausgewandert. Von ihrem jüngsten Sohn erzählt sie:

"Der Schulalltag strengte ihn an. Der frühe Beginn, volle Räume, permanenter Geräuschpegel – er war erschöpft. Themen durfte er nicht vertiefen, weil sie "noch nicht dran" waren. Manchmal saß er nur am Fenster und verweigerte alles. Immer häufiger wurde ich angerufen, um ihn abzuholen.

Auch meine älteren Söhne begannen, sich zu öffnen. Sie erzählten von innerer Anspannung, von sozialem Druck, Unterforderung, fehlenden Inputs, zu wenig von dem, was sie eigentlich interessiert. Sie hielten durch – aber der Preis war hoch.

Bei meinem jüngsten Sohn eskalierte es. Morgens blieb er im Bett, später im Auto sitzen, schließlich vor der Klassentür. Es kam zu Wutanfällen, Tränen, Verzweiflung. Einmal fragte er mich: "Warum steckst du mich in dieses Gefängnis?" Dieser Satz traf mich tief. Gespräche mit Lehrkräften halfen nur kurzfristig."


Die Mutter erzählt, dass sie rund 20 Psychologen angeschrieben habe, aber kaum jemand Kapazitäten hatte. Ein Arzt habe Ritalin empfohlen sowie ein Internat, ohne das Kind gesehen zu haben.
In den Ferien sei er ein anderes Kind gewesen: neugierig, ausgeglichen und voller Ideen.

Wie vielen Kindern in Deutschland mag es ähnlich gehen?

Dann kam 2020. Mit den Schulschließungen während der Coronapandemie kehrte Ruhe ein. Was für viele Familien belastend war, brachte uns Entlastung. Ohne Präsenzpflicht entspannten sich meine Kinder sichtbar. Sie schliefen länger, lasen freiwillig, forschten, experimentierten, entwickelten neue Interessen."


Diese Beobachtung entspricht der Erfahrung mehrerer Eltern.
In meinem Buch "Bildung ohne Schule kann gelingen" erzählen elf Familien davon. 📗
Damals wurden alle Kinder (und nicht nur diejenigen, die das gern wollten) zu einem "Homeschooling" verpflichtet. Warum dürfen diejenigen, denen es gutgetan hat, dies nicht fortführen?

👉🏻 Wir fordern, dass auch in Deutschland häusliche Bildung zugelassen wird für Familien, die dies leisten wollen und können!

Svenja Herget, Homeschooling wagen