Tagebuch schreiben

Liebe Kinder, liebe Jugendliche,

wir leben gerade in einer ganz besonderen Zeit. Durch das Coronavirus passieren viele Dinge in kurzer Zeit und Vieles beschäftigt uns. Fast alles ist anders als sonst. Und gerade von euch wird viel abverlangt: Ihr sollt Masken tragen, ihr müsst in der Schule Abstand halten und eine Zeitlang musstet ihr zuhause bleiben und durftet eure Freunde nicht treffen.

In außergewöhnlichen Zeiten schreiben Menschen oft ein Tagebuch.

Sie schreiben auf, was um sie herum und in ihrer Familie passiert, aber auch, was sie dazu denken und wie es ihnen damit geht:

Was habe ich heute erlebt? Worüber habe ich mich gefreut? Was war lustig und was war schön? Hatte ich eine gute Idee? Worüber bin ich traurig oder ärgere ich mich? Habe ich Angst? Worüber denke ich nach?

Willst du nicht auch in dieser Zeit ein Tagebuch schreiben?

Du musst in ein „Tagebuch“ nicht jeden Tag schreiben – wann du eben Lust und Zeit hast. Wenn du willst, kannst du auch mal etwas dazu zeichnen oder malen.

Mir selbst hat das Tagebuch-Schreiben immer geholfen, schwierige Zeiten in meinem Leben besser durchzustehen und mich selbst dabei besser zu verstehen. Und wenn du dich später mal an diese außergewöhnlichen Monate erinnern willst oder deinen Kindern oder Enkeln davon erzählen willst, dann kannst du alles nachlesen.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Schreiben!

Deine Svenja Herget
Svenja Herget, Mutter, Oma, Dozentin für Sprachen, Nürnberg

Schreibt ihr (noch) Tagebuch?

Nach dem israelischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky entsteht „Salutogenese“, also Erhaltung der Gesundheit, aus der Kohärenz von Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Handhabbarkeit. Es ist nicht unbedeutend, dass er sein Konzept anhand von Holocaust-Überlebenden entwickelt hat. Er zeigt damit, wie ein Mensch in einer Extremsituation an Körper, Geist und Seele gesund bleiben kann.

Wenn man die Sinnhaftigkeit dem Gefühl zuordnet, dann geht es um eine Integration von Denken, Fühlen und einem aus innerer Freiheit geleiteten Handeln. Was haben wir wahrgenommen und erlebt? Wie geht es uns damit (Gefühl)? Was sind unsere Gedanken? Beim Tagebuch-Schreiben werden Denken und Herz auf besondere Weise miteinander verbunden und finden im Schreiben ihren tätigen Ausdruck. 💛👤✍️
Die Energieströme von Herz und Kopf fließen im Schulterbereich zusammen und direkt über den Arm in die Hand. Dort finden sie ihren Ausdruck. Das können wir uns richtig bildlich vorstellen.
Tätig sind wir mit unseren Gliedmaßen und unseren Worten – beim Schreiben haben wir die Bewegung mit der Hand und den Ausdruck durch Sprache! Wir handeln also auch schon beim Aufschreiben. 🗣✍️

Das Tagebuch-Schreiben integriert auch auf einzigartige Weise unsere persönliche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Zumeist schreiben wir Vergangenes auf, was in dieser Zeit auch zeitgeschichtlich von unschätzbarem Wert ist; insbesondere wenn wir nicht nur aufschreiben, was in der Außenwelt geschieht – dies halten schon viele andere fest -, sondern was WIR dazu denken und wie es UNS damit geht.
Damit kommen wir in die Gegenwart, denn wir „reflektieren“ das Erlebte mit unserem Denken und unserem Herzen. Wir verweilen, indem wir versuchen, unsere Gedanken zu ordnen und unsere Gefühle in Sprache zu übersetzen. Jetzt, da wir das Erlebte mit etwas zeitlichem Abstand niederschreiben, welche Gedanken und Gefühle kommen uns dazu? Ich bin dabei oft erstaunt, dass meine Hand oft „mehr weiß als ich selbst“ und wundere mich selbst oft beim Aufschreiben über die Gedanken, Erkenntnisse und Ideen, die mir dabei kommen und die mir vorher nicht bewusst waren. Die oben genannten Energieströme fließen also von der Hand wieder zum Herzen und zum Denken zurück.
Und wie oft habe ich nach dem Tagebuch-Schreiben etwas Neues getan oder sogar in einem Bereich einen kleinen Richtungswechsel vorgenommen!
Damit wenden wir uns der Zukunft zu, ohne dies vorher geplant zu haben.

Beim Tagebuch-Schreiben verbinden wir uns oft unbemerkt mit unserem höheren Ich und werden von diesem inspiriert. Es schwebt darin ein Hauch von Ewigkeit. Wir treten aus unserem Alltags-Ich heraus und betrachten uns, unser Leben und unsere Situation von einer höheren Perspektive aus – und sind doch ganz präsent. Das kann dazu beitragen, dass wir den Sinn unseres Lebens in dieser Zeit erkennen und (neu) finden.

Ein schönes und gutes Heft mit festem Papier ist wichtig. Ich persönlich liebe es, auf Kästchenpapier zu schreiben und bevorzuge DinA-4-Format. Jeder hat hier seine Vorlieben und es lohnt sich, für die Auswahl des geeigneten Heftes Sorgfalt zu verwenden. Glücklicherweise sind die Schreibwarenläden und Buchhandlungen ja geöffnet. Auch der Stift ist wichtig – er sollte gut fließen, denn wir wollen ja unseren Gedankenfluss aufschreiben. Mit einem kratzenden Füller schreibt niemand gern. Auch sollte er zum gleichmäßigen Schreiben und einem schönen Schriftbild einladen. Ich persönlich schreibe am liebsten mit einem butterweichen, aber nicht zu breiten Füller. Füller darf und sollte man im Geschäft immer probeschreiben.

Homeschooling-Aufgaben

👁✏️Welche Kräutertees findest du in Mamas Küchenschrank?
🔹Habt ihr Kräuterteemischungen? Kann man die einzelnen Blüten vielleicht noch erkennen? Findest du heraus, wie sie heißen?
🔹Habt ihr Tees von nur einem einzigen Kraut, vielleicht Brennesseltee, Salbeitee, Rosmarintee, Kamillentee oder anderes? Wie riechen die unterschiedlichen Kräuter? Kannst du sie mit geschlossenen Augen unterscheiden?
🔹Warum habt ihr genau diese Kräuter? Gegen was hilft ein Tee aus diesen Kräutern?
🔹Man kann von manchen Kräutern die Blüten, von anderen die Blätter, die Wurzeln oder die Früchte verwenden. Findest du zu jedem ein Beispiel?
🔸Welches ist dein Lieblingstee?
🔸Hast du mal Tee aus Rosmarin probiert? Er macht einen klaren Kopf, sagt man. Probiere es aus! Kannst du dich danach beim Lernen besser konzentrieren?
Um die Heilkraft zu erhalten, muss man den Tee nur wenige Minuten ziehen lassen (frische Kräuter eine halbe Minute, getrocknete Kräuter 1-2 Minuten). Das sagt zumindest Maria Treben und damit hat sie viele Menschen gesund gemacht.
🔸Mit wem möchtest du am liebsten zusammen eine Tasse Tee trinken?

👁✏️Spuren im Schnee:
🔹Findest du Spuren von Tieren im Schnee? Erkennst du, welches Tier das ist? Präge dir die Spur genau ein und sieh zuhause nach.

🔹Sieh dir den Abdruck von deinem Schuh genau an. Erkennst du ihn wieder? Wie sieht der Abdruck von den anderen aus, mit denen du spazieren gehst? Magst du es beschreiben?

🔹Vielleicht magst du dir den Abdruck deines Schuhs genau einprägen und versuchen, ihn zuhause nachzuzeichnen. Vergleiche dann deine Zeichnung mit einem Abdruck deines Schuhs im Schnee. (besonders eignet sich dafür ein dicker Bleistift (B=1); du brauchst beim Nachbessern nicht zu radieren, sondern kannst auch einfach drüberzeichnen)

👁✏️Hast du ein Vogelhäuschen vor deinem Fenster?
Wenn nicht, kannst du jetzt noch etwas Einfaches bauen!
🔹Welche Vögel beobachtest du? Welche Vögel kennst du schon?
▫️Kannst du einen Vogel, den du nicht kennst, z.B. mit obigem Plakat bestimmen?
▫️Warum haben manche Vögel einen langen und manche einen kurzen, kompakten Schnabel?
▫️Welche Vögel kommen häufig und in größeren Scharen?
▫️Kannst du beim Spatz (=Haussperling) Männchen und Weibchen unterscheiden?
▫️Welcher Vogel hat einen orangefarbenen Schnabel?
▫️Nicht jeder Vogel mit einer roten „Kehle“ ist ein Rotkehlchen. Welche Vögel haben noch eine „rote Kehle“?
▫️Was kannst du noch alles beobachten?
👂Kannst du einen Vogel an seinem Gesang erkennen?
✍️Möchtest du einen Vogel abzeichnen? Zeig ihn jemandem. Erkennt er ihn?
🔹Welche Ideen hast du noch?

👁✏️Wie viel Geld hat Mama (oder Papa) im Geldbeutel?
Lass dir das Geld aus einem Geldbeutel geben: Münzen und vielleicht auch Scheine.
🔹Schätze: Wie viel könnte das ungefähr sein?
🔹Rechne alles zusammen. Welche Idee hast du, um es dir zu erleichtern und um nichts zu vergessen?
🔹Ist es mehr oder weniger als du dachtest?
🔹Wie möchtest du es schreiben: die Cent und die Euro getrennt oder beides zusammen mit Komma?
Wie sprichst du es aus?
🔹Lege die gleichen Geldstücke und Geldscheine zusammen: Kannst du eine Malaufgabe dazu schreiben?
🔹Möchtest du dir Rechenaufgaben ausdenken? Plus- und Minusaufgaben, vielleicht auch Mal- und Geteiltaufgaben.
Denk dran: Bei Plus- und Minusaufgaben schreibt man € immer: 5€ + 3€ = 8€
Bei Mal- und Geteiltaufgaben schreibt man € und ct nicht immer: 10€ : 5 = 2€ ; 3 x 5ct = 15ct
🔹Fällt dir eine Rechengeschichte („Sachaufgabe“) ein?

💶Viel Spaß beim Zählen und Rechnen!

👁🎶 Isst du auch so gerne Äpfel?

Wie ist dein Lieblingsapfel? Süß, säuerlich oder knackig?
Wie isst du ihn am liebsten: ganz oder geschnitten?
Äpfel sind fast das einzige Obst aus unserer Umgebung, das man im Januar noch frisch essen kann.

🔸Schneide einen Apfel auf und untersuche das Kerngehäuse: Wie viele Kerne findest du?
🔸Hast du schon mal Tee aus Apfelschalen gemacht? Einfach einen Apfel schälen und die Schalen mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Man kann die Schalen auch trocknen lassen.
🔸Oder du kochst die Äpfel zu einem leckeren Apfelmus. Äpfel sind so süß, oft braucht man nicht einmal Zucker.
🔸Oder du kaufst einen Strudelteig, schneidest Äpfel hinein, fügst, wenn du magst noch Rosinen dazu, rollst alles ein und bäckst es im Ofen – fertig ist der Apfelstrudel!
🔸Kennst du das Lied „In meinem kleinen Apfel“?
🔸Kennst du den Witz mit den Apfelkernen?
🔸Hast du noch andere Ideen?
Ich sage immer: „Solange es Äpfel gibt und Karotten, kann ich überleben.“ Wie ist das bei dir?

Viele Spaß beim Schneiden, Untersuchen, Kochen, Backen, Singen und Erzählen! 🤹

👁✏️ Gewichte – schätzen und wiegen: Schau mal in eurem Vorratsschrank in der Küche nach: Was findest du dort?
🔸Welches Gewicht hat eine ganze Packung Mehl? Eine Packung Zucker? Eine Packung Müsli? Ein Päckchen Backpulver? …
🔸Wiege nach! Wie viel zeigt eure Küchenwaage an? Oder wenn die Packung schon angebrochen ist: Wie viel ist noch drin? (Würde es noch für deinen Lieblingskuchen reichen?)
🔸Wie viel Gramm ist ein Kilogramm? Frag deine Mama oder deine Oma: Was ist ein „Pfund“?
🔸Was bedeutet: mg ?
🔸Manchmal steht in einem Rezept: „Ein Esslöffel Zucker“. Wiege nach: Wie viel wiegt ein Esslöffel Zucker? Wie viel wiegt ein Teelöffel Zucker?
Wenn du magst: Schreibe alles auf: 1 Packung Mehl = …. kg
Gestalte eine schöne Seite und zeige sie jemandem! 🎨Das hast du alles selbst gelernt! Du bist dein eigener Lehrer/Lehrerin! 🏆

🔹Sicher findest du auch Flaschen und Fläschchen in eurem Vorratsschrank oder im Küchlschrank.
Wie viel Öl/Milch … ist in eurer Flasche? Wie wird das angegeben?
🔹Wie viel Milliliter ist ein Liter? Wie schreibt man das?
🔹Wiege einen Liter Milch. Wie viel wiegt er?

Du kannst auch zwei Sachen in je eine Hand nehmen und vorher schätzen: Was ist schwerer? Wo ist mehr drin? Wieviel könnte das sein?
Hast du noch eigene Ideen? 🤹
Ich wünsche dir viel Spaß beim Wiegen und Schätzen! 🦉

👁✏️ Längen schätzen und messen: Sammle beim nächsten Spaziergang viele möglichst gerade Stöckchen.

🔸 Ordne sie nach der Länge
🔸 Vielleicht möchtest du die Stöckchen auf andere Art und Weise ordnen: z.B. das größte in der Mitte …
🔸 Nimm einzelne Stöckchen und schätze: Wie lang mögen die einzelnen Stöckchen sein? 15 cm, 30 cm?
🔸 Miss die Stöckchen mit einem Lineal: Ist es länger oder kürzer als du geschätzt hast?
🔸 Wenn ein Stöckchen länger ist als das Lineal, was machst du dann?
🔸 Was ist 1 dm (Dezimeter)?
🔸 Miss mit einem Maßstab einen Meter (1 m) ab. Mit welchen Stöckchen kannst du zusammen 1 m legen?

🔸 Für jüngere Kinder: Welche Buchstaben kannst du aus den Stöckchen legen? Welche Buchstaben eignen sich dafür und welche nicht?
Kannst du ein Wort aus diesen Buchstaben bilden?

🔹 Magst du auf einem einfarbigen Tuch oder Teppich ein Bild mit den Stöckchen und vielleicht noch anderen Hilfsmitteln gestalten? (📷 Foto?)

👁✏️ Rechnest du gern mit Geld? 

Nimm einen alten Kassenzettel vom letzten Einkauf und bitte deine Mama, unten die Summe abzuschneiden.
🔸Schätze! Schau zuerst die Centbeträge an. Alles was unter 50 ist, rundest du ab, alles was über 50 ist, rundest du auf. 50 darfst du auch aufrunden. (Vielleicht hilft es dir, alles nochmal auf einen Extra-Zettel zu schreiben)
🔸Rechne nun die Euro-Beträge zusammen und zähle die aufgerundeten Beträge dazu. Vergleiche mit der abgeschnittenen Summe: Hast du ungefähr richtig geschätzt? (es kann um einige Euro abweichen)
🔸Mit welchem Geldschein würdest du am besten bezahlen?
Versuche beim nächsten Einkauf schon in der Schlange an der Kasse im Kopf zu schätzen, wie viel dein Einkauf ungefähr kosten wird.
🔹Nun rechne die Beträge des Kassenzettels genau zusammen. Erfindest du einen Trick, was dir dabei helfen kann? Wie gelingt es dir, dass du die gemerkten Zehner nicht plötzlich vergisst?
🔹Vergleiche mit der Summe auf dem Kassenzettel. Hast du richtig gerechnet?
🔹Mit welchem Geldschein würdest du am besten bezahlen? Wie viel Geld würdest du zurückbekommen?
Viel Spaß beim Schätzen und Rechnen!🦉

👁✏️ Homeschooling-Aufgabe für jüngere Kinder: Mach mit Mama einen Spaziergang und sammle viele Steine gleicher und unterschiedlicher Größe. Wenn du nicht gerne putzt (ich putze z.B. nicht so gerne), dann lege sie in eine Schüssel mit warmem Wasser, bevor du sie ins Haus bringst, damit sie nicht mehr so schmutzig sind.

🔸Was möchtest du mit den Steinen machen?
🔸Vielleicht möchtest du sie sortieren? Denke dir eine Möglichkeit aus, die Steine zu sortieren (z.B. nach der Größe oder nach der Form oder …)
🔸Vielleicht möchtest du die Steine zu einem schönen Muster legen? Nimm vielleicht ein großes einfarbiges Papier oder ein Tuch als Unterlage. (📷 Foto?)
🔸Oder möchtest du mit den kleinen Steinen rechnen? Denke dir Rechenaufgaben aus! Du kannst Steine dazulegen (+) oder wegnehmen (-) oder zu Malaufgaben zusammenlegen. Schreibe alles auf einem schönen Papier auf.
🔸Oder hast du eine andere Idee? Vielleicht fällt dir ein Spiel ein, das du mit diesen Steinen machen könntest?

Viel Spaß beim Sammeln, Sortieren, Gestalten, Rechnen oder Spielen! 🦉

👁✏️ Schau dir zu einem günstigen Zeitpunkt die Wolken genau an: Erkennst du ein Tier oder einen Gegenstand oder vielleicht sogar mehrere Dinge? Fällt dir eine kleine Geschichte dazu ein? Vielleicht magst du sie erzählen oder aufschreiben?
Wenn du noch künstlerisch tätig sein möchtest, kannst du auch die Wolkenformation fotografieren und ausdrucken und mit einem Stift das Bild nach deinen Vorstellungen vervollständigen.

👁✏️ Erkennst du die Bäume auch im Winter? 🌲🌳
Versuche 3 (oder 5) Bäume in deiner Umgebung zu bestimmen. Mache ein Foto oder fertige eine grobe Zeichnung an. Findest du vielleicht sogar noch Blätter von diesem Baum? Sind schon Knospen für das Frühjahr daran? Wo findest du die Knospen? Beim Nadelbaum: Wie sehen die Nadeln aus? Stelle eine Collage mit deinen Fotos oder deinen Zeichnungen zusammen unter dem Titel: Bäume im Winter.“
Und weiter: „Welches ist dein Lieblingsbaum? Warum? Was gefällt dir an diesem Baum so sehr? Auch Bäume haben einen Charakter. Findest du vielleicht von deinem eigenen Charakter etwas in deinem Lieblingsbaum wieder?“

Medien

„Wie bekomme ich mein Kind vom Bildschirm weg?“ – Das ist eine Frage, die derzeit viele Eltern beschäftigt.
„Wie bringe ich mein Kind dazu, sich kreativ zu beschäftigen?“
Kindern ohne Geschwister fehlen die Spielkameraden und das Zocken lockt. Bei mehreren Geschwistern zieht manchmal ein Kind die anderen vor den Bildschirm („Der darf doch auch!“). Und die vielen schönen Spielsachen im Kinderzimmer bleiben ungenutzt.

In einer Zeit vermehrten Online-Schoolings haben wir es besonders schwer, weil unsere Kinder nicht wenigstens während der Schulzeit zumeist Bildschirm-frei sind. Immer sind wir gefragt! Das ist für uns Eltern oft sehr anstrengend.

Einige Fragen können uns helfen, wenn wir das möchten:

🔷Welchen Platz nimmt der Bildschirm in unserer Wohnung/Haus ein?
Wie groß ist er?
Wo steht er? Steht er dort, wo das gemeinsame Familienleben stattfindet? Steht er im Wohnzimmer?
Oder steht er in einem Zimmer, in das man z.B. nur für einen begrenzten Zeitraum bzw. nur zu einem bestimmten Zeitpunkt Zugang erhält? Oder muss er gar erst hergeräumt oder eine Schranktür geöffnet werden, damit er sichtbar wird?

🔷Was wird am Bildschirm gemacht? Sind es (fast immer suchtgefährdende, weil ohne zeitliche Begrenzung) Spiele?
Oder wird gemeinsam ein Film angeschaut?

🔷Welches Vorbild geben wir als Eltern?

🔷Was sind wir bereit, dafür zu tun, dass unsere Kinder vom Bildschirm weg sind? Sind wir bereit, (Tages-)Ausflüge, Wanderungen, Radtouren, Spieleabende, Backorgien, Vorleseabende … zu machen? Sind wir bereit, unsere Kinder zu fahren bzw. uns mit anderen zu verabreden und die Vorgabe durchzusetzen, dass dann nicht gezockt wird?

🔷Gibt es bestimmte Regeln, die bei uns in Bezug auf Bildschirmkonsum einfach gelten?
🔷Gibt es in unserer Familie feste Bildschirm-freie Zeiten?

🔷Welches sind die „Fallen“ in unserer Familie, die dazu führen, dass unsere Kinder lange vor dem Bildschirm sitzen?
🔷Welches sind die Gelegenheiten und Chancen in unserer Familie, wo sich unsere Kinder ohne Bildschirm gut beschäftigen?

Diese Zeit stellt uns Eltern vor immense Herausforderungen. Der derzeitige enorme Medienkonsum erreicht ja v.a. durch das Online-Schooling, die ausfallenden Vereinstätigkeiten, die fehlenden Begegnungs-, Ausflugs- und Reisemöglichkeiten u.ä. erst derartig schwindelerregende Höhen.
Vielleicht kann auch das Tagebuch-Schreiben unseren Kindern dabei helfen, sich selbst und ihre Tagesgestaltung zu reflektieren und zu erkennen, dass das, was bleibt, das Analoge ist.

Diese Überlegungen sollen uns nicht frustrieren, sondern können als Ermutigung dienen, kreativ und erfinderisch zu werden.
Für jeden kleinsten Erfolg können wir uns selbst wertschätzen: Wir sind die Helden dieser Zeit! 💛