Gründe für Homeschooling auch im Schuljahr 21/22

In den Schulen herrscht seit Sommer 2020 in den meisten Klassen Maskenpflicht. Viele Kinder reagieren auf die CO2-Rückatmung und den Sauerstoffmangel mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Angst und Panik.
Kinder ohne Maske dürfen aber nicht am Unterricht teilnehmen. Vom Arzt ausgestellte Maskenbefreiungen werden in manchen Schulen nicht akzeptiert und dort, wo sie akzeptiert werden, wird das Kind oft ausgegrenzt (es muss in der Pause vor dem Sekretariat sitzen, als erster oder letzter das Schulgebäude betreten und verlassen u.ä.). Ausgrenzung widerspricht dem Kindeswohl.

Seit Frühjahr 2021 müssen Schulkinder mehrmals wöchentlich mit einem Schnelltest in der Schule getestet werden und dazu selbständig und ohne Beaufsichtigung durch medizinisches Fachpersonal ein Stäbchen in die Nase führen und mit einer Flüssigkeit hantieren, die teilweise Giftstoffe enthält. Es kam in Deutschland im Jahr 2021 schon zu vermehrten Rückrufaktionen der eingesetzten Schnelltests wegen Verunreinigungen (z.B. Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern). Beipackzettel der eingesetzten Tests werden den Eltern oftmals nicht zur Verfügung gestellt, auch nicht auf Nachfrage.

Wenn in der Schule eine Person positiv getestet wurde, droht für die Schüler Quarantäne – bis zu 14 Tagen! Das ist für Familien ein großer Unsicherheitsfaktor, da dieses Szenario jederzeit eintreten kann. Die Quarantäne-Anordnungen sind außerdem sehr streng: Das Kind darf während dieser Tage das Haus oder die Wohnung nicht verlassen. Auch innerhalb des Hauses oder der Wohnung soll es in dieser Zeit von der Familie getrennt werden und darf laut Gesundheitsamt auch nicht an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen. Bei Nichteinhaltung droht teilweise Kindesentzug. Eine derartige Separierung widerspricht dem Kindeswohl in eklatanter Weise. Wenn das Kind die Schule nicht besucht, droht weder Ansteckung noch Quarantäne.

Kinder und ihre Familien brauchen Planbarkeit, Kontinuität und Sicherheit. Das ist derzeit durch drohende Schulschließungen, Lockdown, Quarantäne u.ä., welche Angst und Unsicherheit erzeugen, nicht gegeben. Angst und Unsicherheit widersprechen dem Kindeswohl. Planbarkeit, Kontinuität und Sicherheit können Eltern ihren Kindern derzeit zuhause besser gewährleisten.

Kinder ab 12 Jahren sind seit Sommer 2021 in ihrer Schule vermehrtem Impfdruck ausgesetzt. Ungeimpfte Jugendliche werden auf vielerlei Weise oft benachteiligt und diskriminiert. Gleichzeitig handelt es sich um einen in außergewöhnlich kurzer Zeit entwickelten Impfstoff gegen Covid-19, der noch dazu auf einem völlig neuen Verfahren beruht und dessen Langzeitwirkungen nicht erforscht sind. Die Studien laufen bis 2023 und alle, die bis dahin geimpft werden, sind Teil dieser Studie, ohne dass man die Betroffenen explizit darauf aufmerksam macht.
Kinder unter 18 Jahren können zudem die Tragweite eines derartigen Eingriffs, der verharmlosend „kleiner Pieks“ genannt wird, nicht abschätzen.

Nun wird für die Schulen häufiges Lüften und Durchzug propagiert und entsprechend in den Schulen praktiziert. Die Zugluft führt v.a. in der kalten Jahreszeit zu vermehrten Erkältungen, wie es im Winter 20/21 schon geschehen ist. Krankheit widerspricht dem Kindeswohl. Erkältungssymptome lassen außerdem eine Covid-19-Erkrankung befürchten. Wenn die Kinder zuhause beschult werden, sind sie diesem Risiko nicht ausgesetzt und können gesund bleiben.

Es gibt seit Ausrufung der Pandemie in den Schulen sehr viele zusätzliche Regeln und die Kinder müssen, wenn sie in der Schule sind, ständig daran denken, weil die Nichteinhaltung streng geahndet wird: die Maske nicht vergessen, den „richtigen“ Weg zur Toilette nehmen, Abstand halten… Das bindet ihre Aufmerksamkeit und Konzentration und behindert ihre Aufnahme- und Lernfähigkeit. Zuhause können die Kinder angstfrei leben und lernen.

Die Testungen und das Einhalten der neuen Hygieneregeln kostet sehr viel Zeit: Die Kinder dürfen die Schule bzw. das Klassenzimmer nur mit Abstand betreten, sie müssen häufig die Hände waschen, die Hygieneregeln werden immer wieder ausführlich erklärt u.ä. Zuhause können die Kinder in dieser Zeit etwas lernen.

Viele Kinder fühlen sich wegen der oben genannten seit Frühjahr 2020 herrschenden Maßnahmen in der Schule nicht mehr wohl. Ihr Kindes-wohl ist gefährdet und die Menge an Kindern, die derzeit in Deutschland psychiatrische Behandlung brauchen bzw. bräuchten, übersteigt die Kapazitäten der Kinder- und Jugendpsychiatrien.

Als Grund gegen das Homeschooling wurde in Deutschland in der Vergangenheit häufig das fehlende soziale Lernen angeführt. Dies ist in der derzeitigen Situation in den Schulen durch die erschwerte und oft unterbundene soziale Interaktion sowieso nur eingeschränkt gegeben. Kinder, die zuhause – oft sogar im Zusammensein mit den Geschwistern oder in Lerngruppen – lernen, haben daher in dieser Hinsicht keinen Nachteil.

Das Angebot an die Schule: Eltern wollen die Schule entlasten und das Homeschooling vom ersten Halbjahr 2020 fortführen:

Im Frühjahr 2020 wurde Homeschooling von der Schule verordnet. Die Umstellung war für die meisten Familien sehr schwierig. Gleichzeitig sahen nicht wenige Eltern, dass ihren Kindern das Homeschooling nicht geschadet, sondern sogar gut getan hat.

Für die Schulen ist es sehr schwierig, die derzeitigen Corona-Maßnahmen und Hygienevorgaben umzusetzen: Die Klassenzimmer sind klein und in der Schule sind sehr viele Kinder. Zudem fallen viele Lehrkräfte aus. Eltern, die ihre Kinder zuhause beschulen, können zur dringend nötigen Entlastung der Schulen beitragen.

Die Kinder zuhause zu betreuen und zu beschulen bedeutet für Eltern ein enormer Mehraufwand und viel Arbeit. Dies würden einige Eltern aber auf sich nehmen, um die Schule zu entlasten und ihren Kinder in dieser Pandemiezeit Sicherheit und Stabilität zu geben.

Eltern, die auf diesem Weg Unterstützung und Begleitung suchen, um der Bildungspflicht nachkommen zu können, können die entsprechenden Bücher vom hauschka- und Stark-Verlag und anderen Verlagen, die genau auf den Lehrplan abgestimmt sind (s. z.B. www.homeschooling-wagen.org/materialien/), zu Hilfe nehmen, sodass die Kinder keine Lücken haben werden.

Auch sind inzwischen zahlreiche Online-Dienste und Lerngruppen entstanden, die Eltern unterstützen und entlasten.

Wenn die Pandemie beendet ist und der Schulbetrieb wieder in der bisherigen Art und Weise stattfinden kann, sodass sich auch diese Kinder und Jugendlichen dort wieder wohlfühlen, dann können auch sie die Schule bei Bedarf wieder besuchen.

Svenja Herget, Herbst 2021